Hier beginnt unsere Reise.

Royal Call Solutions bietet dir die Möglichkeit, als selbstständiger Freelancer im internationalen Kundenservice und Vertrieb tätig zu werden – 100 % remote, flexibel und leistungsorientiert.

Damit du rechtlich sicher und professionell starten kannst, ist es wichtig, die jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen in deinem Land zu beachten. Nachfolgend findest du eine Übersicht, wie du in den wichtigsten Märkten als Freelancer tätig wirst.

Wenn du mit uns arbeiten möchtest, ist es wichtig, dass du zuerst verstehst, in welcher Form die Zusammenarbeit stattfindet. Bei uns arbeitest du grundsätzlich nicht als klassischer Arbeitnehmer, sondern als selbstständiger (Freelancer) oder über deine eigene Firma. Das bedeutet: Du erbringst deine Leistungen eigenverantwortlich, stellst Rechnungen und kümmerst dich selbst um deine Registrierung, Steuern und – je nach Land – auch um Sozialabgaben und Krankenversicherung. Royal Call Solutionskann dir Orientierung geben, ersetzt aber keine Steuerberatung oder Rechtsberatung im jeweiligen Land.

Damit du genau weißt, was zu tun ist, findest du hier die Erklärung Schritt für Schritt.

Schritt 1: Verstehen, was „Freelancer“ überhaupt bedeutet

Freelancer zu sein heißt, dass du selbstständig arbeitest. Du bist also nicht über einen Arbeitsvertrag angestellt, sondern trittst als eigener Dienstleister auf. Das heißt in der Praxis:

  • Du arbeitest auf eigene Rechnung.
  • Du bekommst kein klassisches Gehalt wie ein Angestellter.
  • Du schreibst Rechnungen für deine Leistungen.
  • Du bist selbst verantwortlich für Steuern, Abgaben und die
  • richtige Anmeldung in deinem Land.

Bevor du mit uns startest, musst du also zuerst in deinem Land eine rechtlich saubere Grundlage schaffen. Wie genau das funktioniert, hängt davon ab, in welchem Land du wohnst.

Schritt 2: Entscheiden, in welcher Form du arbeiten willst

In fast allen Ländern gibt es zwei typische Wege:

Der erste Weg ist die Arbeit als natürliche Person, also als Einzelunternehmer oder Solo-Selbstständiger. Das ist meist die einfachste und schnellste Lösung, wenn du allein arbeitest.

Der zweite Weg ist die Arbeit über eine eigene Firma, etwa eine SRL, UG, GmbH oder eine vergleichbare Gesellschaftsform. Diese Variante ist meist sinnvoll, wenn du langfristig größer aufgestellt sein willst, mit mehreren Auftraggebern arbeitest oder dein Geschäft professionell ausbauen möchtest.

Für die meisten Freelancer, die neu starten, ist die Einzelunternehmer- oder Solo-Selbstständigen-Variante der einfachere erste Schritt. Welche Form sinnvoll ist, hängt aber vom Land, deiner Einkommenssituation und deinem langfristigen Ziel ab.

Schritt 3: Registrierung im jeweiligen Land

Jetzt kommt der wichtigste praktische Teil: Du musst dich in deinem Land offiziell registrieren, bevor du rechtssicher Rechnungen schreiben kannst.

Deutschland

Wenn du auß Deutschland als Freelancer mit uns arbeiten möchtest, musst du zuerst prüfen, ob deine Tätigkeit als freiberuflich oder gewerblich eingestuft wird. Vertriebsnahe Tätigkeiten, Kundenservice und BPO-Dienstleistungen werden in der Regel nicht als klassischer Freiberuf eingestuft, sondern als gewerbliche Tätigkeit. In diesem Fall meldest du ein Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt an. Nach der Gewerbeanmeldung wird das Finanzamt informiert. Wenn du nicht gewerblich, sondern freiberuflich arbeitest, kontaktierst du das Finanzamt direkt selbst. Danach musst du den steuerlichen Erfassungsbogen elektronisch über ELSTER einreichen. Erst danach erhältst du deine Steuernummer für deine unternehmerische Tätigkeit. 

Praktisch bedeutet das in Deutschland:

  • Zuerst Gewerbe anmelden, wenn deine Tätigkeit gewerblich ist.
  • Danach steuerliche Registrierung beim Finanzamt über ELSTER.
  • Dann Steuernummer erhalten.
  • Danach Rechnungen schreiben und legal arbeiten.

Wichtig ist außerdem: Als Selbstständiger musst du deine Krankenversicherung selbst sicherstellen. Anders als bei einem Angestellten übernimmt das kein Arbeitgeber für dich.

Rumänien

In Rumänien läuft der Einstieg typischerweise entweder über eine PFA oder über eine SRL. Die Registrierung erfolgt über das Handelsregister ONRC. Dort wird die Tätigkeit offiziell angemeldet. Anschließend musst du deine steuerliche Situation mit ANAF klären. ANAF bietet offizielle Informationen zu Steuerpflichten und Sozialbeiträgen für natürliche Personen mit Einkünften aus unabhängigen Tätigkeiten an.

Praktisch heißt das in Rumänien:

  • Zuerst entscheiden, ob du als PFA oder SRL arbeitest.
  • Dann Registrierung beim ONRC.
  • Danach steuerliche Anmeldung und laufende Pflichten bei ANAF prüfen.
  • Erst danach Rechnungen schreiben und offiziell starten.

Wenn du allein als Freelancer starten willst, ist PFA oft der einfachere Einstieg. Wenn du stärker unternehmerisch auftreten möchtest oder langfristig mehr Struktur willst, kann eine SRL sinnvoller sein.

Ungarn

In Ungarn musst du deine Tätigkeit vor Beginn der Geschäftstätigkeit registrieren. Die ungarische Steuer- und Zollverwaltung NAV weist ausdrücklich darauf hin, dass die Registrierung vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit erfolgen muss. Je nach Struktur arbeitest du entweder als Einzelunternehmer oder in einer anderen steuerlich passenden Form. NAV veröffentlicht außerdem aktuelle Informationen zur Besteuerung selbstständiger Tätigkeiten und zu möglichen Steuerregimen.

Praktisch bedeutet das in Ungarn:

  • Zuerst Selbstständigkeit oder Einzelunternehmer-Status registrieren.
  • Danach Steuerregistrierung bei NAV.
  • Dann passendes Steuermodell wählen.
  • Erst danach Leistungen abrechnen.

Wichtig ist: In Ungarn musst du von Anfang an sauber dokumentieren und prüfen, welches Steuersystem für dich passt, da das starke Auswirkungen auf deine spätere Abgabenlast haben kann.

Bulgarien

In Bulgarien musst du ebenfalls zunächst rechtlich registriert sein. Offizielle Stellen führen dabei die Registrierung im Handelsregister bzw. bei der zuständigen Registrierungsbehörde und die steuerliche bzw. sozialversicherungsrechtliche Einordnung über die National Revenue Agency auf. Die bulgarische Steuerbehörde verweist dabei auf aktive Registrierung, Identifikationsnummern und Themen wie Selbstversicherung bzw. self-contributing persons.

Praktisch heißt das in Bulgarien:

  • Zuerst registrieren, ob als Selbstständiger oder über eine Gesellschaft.
  • Danach steuerlich und sozialversicherungsrechtlich einordnen lassen.
  • Dann deine Identifikationsnummern und Registrierungen nutzen, um Rechnungen zu schreiben.

Gerade in Bulgarien sollte man vor dem Start sehr sauber prüfen, welche Pflicht zur Sozialversicherung besteht und ob man als natürliche Person oder besser über eine Gesellschaft arbeitet.

Griechenland

In Griechenland ist der Prozess digital inzwischen relativ klar aufgebaut. Offizielle staatliche Informationen erklären, dass du für den Start einer Geschäftstätigkeit zunächst eine griechische Steueridentifikationsnummer brauchst und Zugang zum TAXIS-System. Danach kannst du dein Unternehmen bzw. deine selbstständige Tätigkeit einrichten. Zusätzlich spielt die Sozialversicherung über e-EFKA eine wichtige Rolle, weil Selbstständige dort versichert werden.

Praktisch bedeutet das in Griechenland:

  • Zuerst TIN / Steueridentifikationsnummer besorgen.
  • Dann Zugang zu TAXIS sicherstellen.
  • Danach selbstständige Tätigkeit oder Einzelfirma anmelden.
  • Dann bei e-EFKA die sozialversicherungsrechtliche Situation klären.
  • Erst dann Rechnungen schreiben.

In Griechenland sollte besonders darauf geachtet werden, dass die steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Registrierung sauber aufeinander abgestimmt ist.

Moldawien

In Moldawien erfolgt die staatliche Registrierung juristischer Personen und Individualunternehmer über die Public Services Agency. Die Behörde nennt ausdrücklich die staatliche Registrierung von Legal Entities und Individual Entrepreneurs als offiziellen Service. Es gibt außerdem Hinweise, dass diese Registrierung auch elektronisch bzw. über die zuständigen Registrierungsstellen abgewickelt werden kann.

Praktisch heißt das in Moldawien:

  • Zuerst entscheiden, ob du als Individualunternehmer oder über eine Firma arbeitest.
  • Dann Registrierung bei der Public Services Agency.
  • Danach steuerliche Registrierung und laufende Steuerpflichten klären.
  • Dann kannst du offiziell als Freelancer oder Unternehmer tätig werden.

Schritt 4: Steuerliche Registrierung und Pflichten verstehen

Die reine Unternehmens- oder Gewerbeanmeldung reicht nicht aus. Nach der Registrierung musst du fast immer zusätzlich steuerlich erfasst werden.

Das bedeutet:

  • Du brauchst eine Steuernummer oder vergleichbare Registrierungsnummer.
  • Du musst wissen, ob du Umsatzsteuer berechnen musst oder nicht.
  • Du musst wissen, wie du deine Einnahmen erklärst.
  • Du musst wissen, ob und wie du Sozialabgaben zahlst.

In Deutschland erfolgt die steuerliche Erfassung über ELSTER. In Rumänien über ANAF. In Ungarn über NAV. In Griechenland über die Steuerverwaltung mit TAXIS. In Moldawien und Bulgarien über die jeweils zuständigen staatlichen Steuer- und Registrierungsstellen. 

Wichtig: Genau an dieser Stelle passieren die meisten Fehler. Viele melden zwar eine Tätigkeit an, kümmern sich aber nicht sauber um Steuern, Rechnungsangaben oder Sozialversicherung. Deshalb ist dieser Schritt nicht nur Formalität, sondern absolut entscheidend.

Schritt 5: Rechnungen richtig schreiben

Sobald du registriert bist, arbeitest du als Dienstleister. Das heißt: Du musst Rechnungen schreiben können.

Eine ordentliche Rechnung braucht in der Regel:

  • Deinen Namen oder Firmennamen.
  • Deine Anschrift.
  • Deine Steuer- oder Registrierungsnummer.
  • Die Daten des Auftraggebers.
  • Eine klare Beschreibung deiner Leistung.
  • Den Leistungszeitraum.
  • Den Rechnungsbetrag.
  • Gegebenenfalls Hinweise zur Umsatzsteuer oder zum Reverse-Charge-Verfahren, wenn grenzüberschreitend gearbeitet wird.

Wie eine Rechnung genau aussehen muss, richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht. In Deutschland gibt es dafür formale Rechnungsanforderungen, in anderen Ländern ebenfalls. Gerade bei grenzüberschreitender Zusammenarbeit sollte das sauber abgestimmt werden.

Schritt 6: Arbeitsgrundlage praktisch vorbereiten

Bevor du bei uns wirklich startest, solltest du nicht nur rechtlich, sondern auch praktisch vorbereitet sein.

Dazu gehören:

  • Nachweis, dass wir nicht dein einziger Auftraggeber sind (zur Vermeidung von Scheinselbstständigkeit)
  • Verfügbarkeit von mindestens 15 Stunden pro Woche zwischen Montag und Sonntag
  • Deutsch- und Englischkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau in Wort und Schrift
  • Ein ruhiger Arbeitsplatz
  • Ein stabiler Internetanschluss (LAN-Verbindung)
  • Ein Laptop oder PC mit mindestens Windows 11 als Betriebssystem mit zwei Monitore
  • MS-Office-Paket sowie sichere Kenntnisse im Umgang damit
  • Ein kabelgebundenes, professionelles Headset sowie Maus und Tastatur
  • Eine strukturierte und professionelle E-Mail-Kommunikation
  • Die Fähigkeit, mit CRM-Systemen und digitalen Tools zu arbeiten

Denn rechtlich angemeldet zu sein, reicht allein nicht aus. Royal Call Solutions sucht Freelancer, die auch operativ zuverlässig, strukturiert und professionell arbeiten.

Schritt 7: Zusammenarbeit mit Royal Call starten

Wenn deine Selbstständigkeit sauber eingerichtet ist, läuft der Einstieg bei uns normalerweise in diesen Schritten:

  1. Du bewirbst dich oder meldest dich bei uns.
  2. Wir prüfen dein Profil und führen ein Gespräch.
  3. Wenn dein Profil passt, bekommst du ein Onboarding und eine Einweisung in Prozesse, Kommunikation und Tools.
  4. Danach startest du aktiv in einem Projekt.

Das Wichtigste ist: Wir können dir Arbeit, Prozesse und Struktur geben – aber die rechtliche Grundlage musst du zuerst selbst sauber schaffen.

Schritt 8: Verstehen, was deine Verantwortung bleibt

Auch wenn du mit uns arbeitest, bleibt ein zentraler Punkt immer bei dir:

Du bist für deine eigene rechtliche und steuerliche Ordnung verantwortlich.

Das heißt:

  • Du musst Fristen einhalten.
  • Du musst Rechnungen korrekt erstellen.
  • Du musst deine Einnahmen dokumentieren.
  • Du musst gegebenenfalls Steuern und Sozialabgaben zahlen.
  • Du musst prüfen, ob du zusätzliche Pflichten hast, zum Beispiel Versicherungen oder Meldungen.

Wir können dir sagen, wie unsere Zusammenarbeit aussieht. Aber wenn es um die Details deines Landes geht, solltest du immer zusätzlich mit einem Buchhalter, Steuerberater oder einer offiziellen Stelle sprechen.

Was du dir für die Webseite merken solltest

Wenn du Freelancer werden möchtest, dann läuft es im Kern immer so:

  • Du entscheidest dich für die Selbstständigkeit.
  • Du meldest dich in deinem Land offiziell an.
  • Du regelst Steuer- und Sozialthemen.
  • Du richtest deine Arbeitsbasis ein.
  • Du startest nach dem Onboarding mit uns.

Das klingt nach mehreren Schritten, ist aber mit einer klaren Reihenfolge gut machbar.

Wichtiger Hinweis für die Webseite

Alle Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung. Maßgeblich sind stets die jeweils aktuellen gesetzlichen Regelungen des Wohnsitz- oder Tätigkeitslandes. Für verbindliche steuerliche oder rechtliche Auskünfte empfehlen wir die Rücksprache mit einem örtlich zugelassenen Steuerberater, Buchhalter oder Rechtsberater.